| Produkte
Präventionskurs „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“
Qualifizierungsmaßnahme für Hebammen
PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume I"
PAPI-Multiplikatorenschulungen/Workshopreihe U3
PAPI-Handreichung zur Ernährungsbildung
PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume II"
PAPI-Familienkalender "Erkundungsspaziergänge"
Entwicklungsförderung durch Musik, Rhythmus und Bewegung
Fortbildung für Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen
PAPI-Qualitätsleitbild für die Adipositasprävention in der Grundschule
Essen und Trinken in KiTa und Schule
PAPI-Mitmach-Choreografie „Beweg dich!”
Tipps für den Umgang mit Medien
„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn“ für Beratungssituationen mit Schwangeren
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Präventionskurs „Aktiv und gesund durch die Schwangerschaft“ Das Präventionsprogramm „Aktiv und gesund durch die
Schwangerschaft“ ist eine Kombination eines gezielten Bewegungstrainings
mit einer spezifischen Ernährungsschulung.
Mit diesem Angebot wurde im Themenfeld Schwangerschaft
ein neues Präventionsangebot geschaffen. Die Innovation
liegt hierbei einerseits in der Kooperation von Hebammen,
Ernährungsfachkräften und Sportvereinen, anderseits geht
das Präventionsangebot weit über die eigentliche Geburtsvorbereitung
und Schwangerschaftsgymnastik hinaus.
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Qualifizierungsmaßnahme für Hebammen Das Konzept des Präventionsprogramms „Aktiv und gesund
durch die Schwangerschaft“ sieht für die Durchführung ein
interdisziplinäres Team aus Hebamme, Ökotrophologin und Übungsleiter mit Zusatzqualifikation P (Präventionssport) vor.
„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn” für Beratungssituationen mit Eltern
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume I" Für die praktische Umsetzung der Bewegungsförderung im Säuglingsalter durch die Eltern entwickelte das PAPI-Projekt das Karteikartensystem „Häusliche Bewegungsräume I“. Diese Karteikarten mit Bewegungsanregungen für „zu Hause“ werden von Multiplikatoren (Kinderärzte, Hebammen, Krabbelgruppenleitern, Erzieherinnen, etc.) an die Eltern weitergegeben.
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
PAPI-Multiplikatorenschulungen/Workshopreihe U3 „Besser essen. Mehr bewegen. – U3“
„Besser Essen. Mehr Bewegen.” in Kindertageseinrichtungen
PAPI-Handreichung zur Ernährungsbildung Essen und Ernährung in der frühkindlichen Bildung – ein Beitrag im Entwicklungsprojekt PAPI
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
PAPI-Karteikarten "Häusliche Bewegungsräume II" Die Bewegungsräume für Kinder im Wohnumfeld sind häufig sehr begrenzt, so dass viele Kinder davon träumen, die Wohnung als Spielplatz zu nutzen. Welche Möglichkeiten sich hier bieten, zeigt diese Spielekartei!
Die Karten beinhalten Abbildungen mit den unterschiedlichen Übungen, sowie kurze Erklärungen für Erzieherinnen. Je nach Farbgebung sind die Übungen den Bereichen Ausdauer, Kraft, Entspannung, Wahrnehmung, Spiel und Koordination zugeordnet.
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
PAPI-Familienkalender "Erkundungsspaziergänge" Der Familienkalender ist praktisch und spannend zugleich! Er kann als Wochenplaner für die Familie genutzt werden und bietet darüber hinaus interessante Spielanregungen für Spaziergänge.
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Der Gesundheitsführerschein ist ein Konzept
zur Paderborner Adipositas Prävention und
Intervention, das in Kindertageseinrichtungen
angeboten werden kann. Über ein Kindergartenjahr
werden Kinder und Eltern in Ernährungsund
Bewegungsaktionen eingebunden mit dem
Ziel, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu
verankern.
In der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen im Kreis Paderborn entstand die Idee, ein Rezeptbuch mit Lieblingsrezepten zu erstellen. Die Vorschläge entsprechen den Empfehlungen für Kinderernährung und ermöglichen ein „unbeschwertes“ Aufwachsen.
Die PaPiPu Spielekartei enthält abwechslungsreiche „bewegende” Spiele, die leicht in den täglichen Schul- sowie in den KiTa-Alltag eingebaut werden können.
Für die meisten Spiele werden keine oder in der Regel vorhandene Alltagsmaterialien benötigt. Zur Unterstützung einiger Übungen sind Buchstabenkarten, Farbkärtchen u. ä. sinnvoll. Diese stehen – mit hilfreichen Anregungen zum Einsatz der Spiele und einer Spieleübersicht zum Aufhängen – auf der PAPI-Homepage als Download zur Verfügung. Die Spielekartei kann problemlos selbst erstellt werden!
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
„Bewegung im Unterricht – bewegtes Lernen“ mit der PaPiPu-Spielekartei
Entwicklungsförderung durch Musik, Rhythmus und Bewegung Kinder sind verspielt, lieben Musik und bewegen sich gerne. Indem diese Bereiche aufgegriffen und miteinander verbunden werden, soll bei den Kindern Bewegung mit positiven Emotionen verknüpft werden, „denn was man gerne tut, das tut man auch regelmäßig!“ (www.gut-fuer-dich.info).
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Fortbildung für Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen In der Fortbildung werden die ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen mit den grundlegenden theoretischen Kenntnissen, den methodisch-didaktischen Überlegungen und der Anwendung der entwickelten Materialien (s. u.) vertraut gemacht. Darüber hinaus soll der Mut zu eigener Kreativität im Bereich Musik, Rhythmus und Bewegung unterstützt und gefördert werden.
Der Walking Bus ist eine gesunde, sichere und lustige Art zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Dieser „Bus“ fährt nicht auf vier Rädern, wie es bei einem normalen Schulbus der Fall ist. Vielmehr handelt es sich um einen virtuellen Bus, in dem Kinder in Begleitung Erwachsener den Schulweg zu Fuß bestreiten. Dafür werden Haltestellen festgelegt, Routen und Fahrzeiten vereinbart, die Kinder als „Passagiere“ werden von Erwachsenen als „Busfahrer“ begleitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Schulkinder den täglichen Weg zur Schule zu Fuß gehen und dabei körperlich aktiv sind. Zur erfolgreichen „Busfahrt“ tragen alle Personen und Institutionen bei, die am Alltag von Heranwachsenden beteiligt sind: Eltern, Freunde, Nachbarn, Lehrer, Schule, Polizei, Gemeinde.
„Unbeschwert aufwachsen in Paderborn”
für Beratungssituationen mit Eltern
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
PAPI-Qualitätsleitbild für die Adipositasprävention in der Grundschule Adipositasprävention in der Grundschule
Essen und Trinken in KiTa und Schule Verpflegung in KiTas und Schulen des Kreises
nach DGE-Qualitätsstandards
Gemeinschaftsverpflegung in KiTas und Schulen
in Deutschland ist nicht neu, hat aber durch die
längere Verweildauer vieler Kinder und Jugendliche
in diesen Einrichtungen eine neue Dynamik
bekommen. Im Vergleich zu anderen europäischen
PAPI-Mitmach-Choreografie „Beweg dich!” Der Songtext geht schnell ins Ohr und die Choreographie ist dank der mitreißenden Musik und den leicht verständlichen Tanzbeschreibungen incl. Videoanleitung leicht erlernbar. Er wurde entwickelt für Kinder im Grundschulalter.
mit Joachim Poschmann, sound-pool.net
Das Material steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Tipps für den Umgang mit Medien „Second Life“ – eine zweite Chance oder Leben aus zweiter Hand?
Der Psychiater Mathew Dumont schreibt: „Durch das ständige Wechseln von Kameraposition und Fokus verändert sich auch der Bezugspunkt des Betrachters alle paar Sekunden. Diese Technik programmiert die Zuschauer regelrecht auf eine kurze Aufmerksamkeitsspanne“. Der Sonderpädagoge Thomas Armstrong sieht eine negative Beeinflussung der Kinder durch Fernsehen und Videospiele, weil sie sie von multisensorischen Aktivitäten abhalten, die intellektuell, sozial und emotional bereichern. Der Kriminalpsychologe Christian Pfeiffer sieht vor allem die Jungen gefährdet, da sie viel häufiger über eigene Geräte verfügen, deshalb deutlich mehr Zeit mit den Medien verbringen und auch deutlich mehr Interesse an gewaltverherrlichenden Medien haben.
Es lohnt sich also
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Kartoffeln |
Pommes frites |
Kartoffelchips |
|
| Energiegehalt (kcal/100g) | 75 | 273 | 538 |
| Fettgehalt (g/100 g) | 0,3 | 14,5 | 39,4 |
| Kohlenhydratgehalt (g/100 g) | 16 | 5 32 | 5 41 |
Käse schützt vor Karies
Stimmt! Häufiger Genuss von Süßigkeiten, Süßspeisen
und süßen Getränken ist schlecht für die Zähne.
Weniger bekannt ist, dass der Genuss anderer Lebensmittel die Zähne
schützt.
Ganz oben auf der Liste zahngesunder Speisen steht der Käse. So
erhöht z.B. Hartkäse die Speichelbildung. Käse enthält
außerdem Kalzium, Phosphat und Kasein, ein Milchprotein, das vor
einer Demineralisierung (Verlust von Mineralstoffen) des Zahnes schützt.
Werden Mahlzeiten mit einem Stück Käse beendet, hilft dies
der Säurebildung aus den kohlenhydratreichen Lebensmitteln der
jeweiligen Mahlzeit entgegenzuwirken. Diese Säuren werden von Bakterien
in der Mundhöhle aus Zucker gebildet und fördern die Kariesentstehung.
Kinderlebensmittel
In zunehmendem Maße werden Lebensmittel speziell für Kinder
angeboten. Diese so genannten Kinderlebensmittel wie Milchschnitte,
spezielle Milch-Mischprodukte, Müsliriegel sind in der Regel nichts
anders als Süßigkeiten mit einem hohen Zucker- und Fettanteil,
und noch dazu relativ teuer.
Auch wenn diese Produkte manchmal etwas verschämt als „gesunden
Süßigkeiten“ beworben werden, tragen sie doch in erheblichem
Maße zur Überernährung. Ein besonderer gesundheitlicher
Nutzen oder Wert ist nicht erkennbar.
Im Gegensatz: nicht selten verdrängen sie einen
Apfel oder eine Birne aus dem Speiseplan.
Kiwis kommen aus Neuseeland
Stimmt nicht. Die ersten den Europäern bekannten Kiwifrüchte
wurden Mitte des 19. Jahrhunderts am Jangtse in China gefunden. Im Jahr
1906 kamen die ersten Kiwi-Pflanzen nach Neuseeland, aufgrund des guten
Klimas wurden diese bald in großen Mengen angepflanzt, so dass
die meisten der heute weltweit konsumierten Kiwis aus Neuseeland kommen.
Kiwis sind Vitamin-C-Bomben
Stimmt nicht. Erdbeeren, Orangen und viele andere exotische Früchte
enthalten ähnlich viel Vitamin C.
Kopfsalat ist keine gute Vitamin-Quelle
Im Schnitt beträgt die üblicherweise verzehrte Menge einer
Portion Kopfsalat ca. 50 g. Darin befinden sich 0,7 mg ß-Carotin,
38 mg Vitamin C, 40 µg Folat. Daraus ist ersichtlich, dass grüner
Salat einen Beitrag zur Bedarfsdeckung der genannten Vitamine leistet.
Kräutertee ist gesünder als Kaffee
Eine Behauptung, die nur bedingt stimmt, da man diese beiden Getränke
schlecht mit-einander vergleichen kann. 3 bis 4 Tassen Kaffee am Tag
sind in Ordnung. Man kann einem passionierten Kaffeetrinker nicht einreden,
morgens Kräuter- oder Früchtetee zu trinken.
Kuhmilch verursacht Prostata-Krebs
Einige Studien belegen, dass das Risiko, an Prostata- oder Brustkrebs
zu erkranken, durch Milchkonsum steigt. Dafür erkranken Milchtrinker
seltener an Darmkrebs. Die Zusammenhänge sind allerdings noch nicht
genau erforscht.
Lakritz steigert die Libido
Das Gegenteil ist in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt
worden. Männer, die regelmäßig Lakritz essen, könnten
Probleme mit der Potenz bekommen. Es wurde herausgefunden, dass bei
gesunden Männern, die zehn Tage lang täglich 1,3 Gramm Lakritzwurzel-Extrakt
eingenommen hatten, die Testosteronwerte deutlich gesunken waren. Das
wiederum kann zu Libidoverlust und einer Minderung der Potenz führen.
Die hormonsenkende Wirkung ist aber vollständig reversibel. Eine
dauerhafte Schwächung der Manneskraft durch Lakritzgenuss ist also
nicht zu befürchten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung
sind 50 g Lakritz pro Tag erlaubt.
Leere Kalorien
Hiermit sind keinesfalls Lebensmittel gemeint, die keine Energie enthalten
und deshalb nicht zur Bildung von Fettpölsterchen beitragen können.
Das Gegenteil ist der Fall: hierbei handelt es sich um reine Energieträger
(z. B. Zucker, Fette, Weißmehl), die keine oder kaum Vitamin-
oder Mineralstoffe enthalten.
Light-Produkte machen schlank
Nicht unbedingt. Leichter wird nur, wer mehr Kalorien verbraucht als
er aufnimmt. Light-Produkte verleiten mitunter dazu, mehr davon zu essen
und fördern dann natürlich die Überernährung.
Light-Produkte sind nicht generell fett-, zucker- oder kalorienarm.
Oft enthalten sie nur etwas weniger Fett oder Zucker als andere, besonders
fett- und zuckerhaltige Produkte desselben Herstellers.
Besser ist es, die gesamte Ernährung umzustellen und sich ausgewogen
und mit angemessenen Mengen natürlicher Lebensmittel zu ernähren.
Low Carb - High fat macht schlank
Low Carb- High fat bedeutet: Kostform mit niedrigem Kohlenhydratanteil
und gleichzeitig hohem Fettanteil.
Mit neuen griffigen Slogans wie „low carb“, „Atkins-friendly“
oder „Glyx-Diät“ und entsprechender Medienbegleitung
wird versucht, damit verbundene Ernährungs-ratschläge populär
zu machen. Dabei ist die Datenlage keinesfalls so eindeutig, wie dies
von den Protagonisten der low-carb-Ernährung gern dargestellt wird.
Eine ausgewogene Ernährung mit einer ausgeglichenen Energiebilanz
und reichlich körperlicher Bewegung sind langfristig am ehesten
geeignet, Übergewicht und Adipositas zu vermeiden oder zu reduzieren.
Ein Abbau von Körperfett setzt immer auch eine negative Energiebilanz
voraus. An den Gesetzen der Thermodynamik kommt keiner vorbei: eine
Kalorie ist eine Kalorie. Wenn die Energiezufuhr den Energiebedarf überschreitet,
ist Übergewicht die Folge, egal wie hoch die Anteile von Fett,
Eiweiß oder Kohlenhydraten auch immer sind.
Margarine ist gesünder als Butter
Der Energiegehalt von Butter und Margarine sind annähernd gleich.
Während Butter mehr gesättigte Fettsäuren enthält,
kann Margarine auch trans-Fettsäuren enthalten. Viele Margarine
haben einen hohen Gehalt an Linolsäure, während der Gehalt
an der günstigeren Linolensäure relativ niedrig ist. Daher
sollte man sowohl mit Butter als auch mit Margarine sparsam umgehen.
Milch macht müde Männer munter
Der Slogan zur Milch stammt von den Werbetextern der Milchwirtschaft
und sollte für besseren Absatz sorgen. Milch hat leider keinen
anregenden Effekt.
Als gute Eiweiß- und Calciumquelle ist Milch aber generell wichtig
- für Männer und für Frauen. Aber: Milch ist kein Getränk
zum Durstlöschen, sondern ein flüssiges Lebensmittel. Grundsätzlich
sollte man zur Vorbeugung von Übergewicht die fettarme Milch (1,5%)
bevorzugen, das gilt auch für Kinder!
Nur Milch kann das nötige Calcium für
die Knochen liefern
Auch aus Milch hergestellte Produkte, wie Buttermilch, Joghurt, Quark
oder Käse sind calciumreich. Leider werden diese Produkte heute
insbesondere für Kinder in fettangereicherter und/oder stark gezuckerter
Form in unübersichtlicher Vielfalt angeboten.
Diese Produkte sind nicht gerade preiswert und bieten keinerlei Vorteil
gegenüber den naturbelassenen Milchprodukten. Mit einem untergerührten
Löffel Marmelade ist ein fettarmer Naturjoghurt doppelt so wertvoll
wie ein kleines Steak!!
Es gibt für alle, die Milch nicht mögen oder vertragen auch
andere Calciumlieferanten. Besonders empfehlenswert sind calciumreiche
Mineralwässer (über 150 mg Calcium / Liter) oder auch mit
Calcium angereicherte Sojaprodukte und -milchen.
Gute Calciumquellen sind ebenfalls Sesamsamen und Haselnüsse –
beachten Sie allerdings den hohen Energiegehalt dieser Produkte! Kohlgemüsesorten,
wie z.B. Brokkoli oder Grünkohl haben auf den ersten Blick einen
relativ hohen Calciumgehalt. Jedoch ist das darin enthaltene Calcium
an Pflanzenbestandteile gebunden und kann daher nur schlecht vom Darm
aufgenommen werden.
Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein
König und abends wie ein Bettelmann
Für diese Regel spricht, dass man Energie braucht, um den Organismus
in Schwung zu bringen. Dagegen spricht, dass die Verdauung üppiger
Mahlzeiten schläfrig machen kann. Die Hauptsache ist, dass man
die Energie dann hat, wenn man sie braucht. Aber Mahlzeiten sind nicht
nur für den Körper, sondern auch für das Sozialleben
wichtig. Ob eine Mahlzeit karg oder üppig ausfällt, richtet
sich meist danach, ob man alleine oder in Gemeinschaft isst.
Naturbelassen ist gesund, weil es der ursprünglichen
Nahrung des Menschen entspricht
Wer so argumentiert, ignoriert die Entwicklung des Menschen im Laufe
der letzten eineinhalb Millionen Jahre. Damals machten sich unsere Ur-Ahnen
das Feuer nutzbar und so manches wurde einfacher. Die Verdaulichkeit
erhitzter oder anderweitig verarbeiteter Lebensmittel ist besser. Viele
Lebensmittel wie Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind erst im
erhitzten Zustand überhaupt verträglich und damit genießbar.
Nudeln machen dick
Nudeln bestehen vor allem aus Kohlenhydraten und sind hervorragende
Energielieferer. Dick wird man nur, wenn man es mit der Menge extrem
übertreibt. Was sich auf den Hüften ablagert, sind vor allem
ihre fetten Begleiter: Sahnesaucen, Mehlschwitzen und dicke Käseüberbackungen
haben Nudelgerichte in Verruf gebracht. Mit leichten Gemüsesaucen
(z.B. Tomatensoße) eignen sich Nudeln sogar zum Abnehmen.
Obst und Gemüse enthalten heute weniger
Nährstoffe als früher
Im Rahmen von Werbekampagnen und Produktinformationen wird oftmals der
Eindruck erweckt, dass die heute im Handel verfügbaren pflanzlichen
Lebensmittel im Vergleich zu früher an Nährstoffen verarmt
sind, so dass eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, insbesondere
mit Vitaminen und Mineralstoffen, durch eine ausgewogene Ernährung
nicht mehr gewährleistet werden kann.
Es wird suggeriert, dass eine ausreichende Nährstoffversorgung
heute nur mit Nahrungsergänzungsmitteln erreicht wird. Wissenschaftlich
fundierte Untersuchungen liegen diesen Aussagen jedoch nicht zu Grunde.
Es ist sehr schwierig, den Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen von
Pflanzen in einem zeitlichen Verlauf von 50 Jahren zu beurteilen. Schwankungen
im Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse sind ganz natürlich
in Abhängigkeit der Sorte, des Reifeprozesses, der Sonneneinstrahlung,
der Transport- und Lagerbedingungen sowie der unterschiedlichen Gewinnung
der Nährstoffdaten. Auch bei der Analytik von Lebensmittelinhaltsstoffen
gab es besonders im Bereich der Vitamine in den letzten Jahrzehnten
große Fortschritte. Ältere Messmethoden sind durch empfindlichere
Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC)-Methoden abgelöst
worden
.
Um dennoch einen Eindruck des zeitlichen Verlaufs der Konzentrationen
von Vitaminen und Mineralstoffen pflanzlicher Lebensmittel zu vermitteln,
wurden die Mineralstoff- und Vitamin-gehalte von 8 exemplarisch ausgewählten
pflanzlichen Lebensmitteln aus 10 internationalen Nährwerttabellen
der letzten 50 Jahre zusammengestellt.
Betrachtet man den Gehalt an Mineralstoffen als Summe in den 8 untersuchten
Lebensmitteln, so zeigen sich konstante Werte mit geringen Schwankungsbreiten.
Die Vitamin-konzentrationen in den ausgewählten Lebensmitteln liegen
mit einigen Ausnahmen ebenfalls innerhalb dieser Schwankungsbreiten.
Insgesamt lässt sich aus den vorliegenden Werten keine Tendenz
zu sinkenden oder steigenden Nährstoffkonzentrationen der ausgewählten
Lebensmittel in dem angegebenen Zeitraum feststellen.
Ohne Zucker
Vorsicht! Zucker hat viele Namen. Zucker wird vielen Lebensmitteln zugesetzt
ohne dass dies auf den ersten Blick zu erkennen ist. Auskunft gibt das
Zutatenverzeichnis bei verpackten Lebensmitteln.
Unterschiedliche Bezeichnungen weisen auf die zugesetzte Süße
hin: Glukose, Glukosesirup, Traubenzucker, Fruktose, Fruchtzucker, Dextrose,
Maltodextrin, Maltose, Malzzucker, Laktose, Milchzucker, Saccharose
a.a..
Auch "natürliche" Süßungsmittel wie Honig,
Sirup oder Fruchtdicksäfte sollten beachtet werden. Sie sind aus
gesundheitlicher Sicht ähnlich zu bewerten wie herkömmlicher
Zucker. Honig enthält etwa 80 % Zucker (Glukose, Fruktose, Saccharose).
Sein Energiegehalt beträgt 3,3 kcal / g.
Zum Süßen kann die gleiche Menge Honig wie Zucker verwendet
werden, vielleicht auch etwas weniger, da Honig sehr geschmacksintensiv
ist. Durch seine klebrige Konsistenz birgt er allerdings ein hohes Kariesrisiko.
Ahornsirup enthält durchschnittlich 65 %, Rübensirup etwa
62 % und Apfel- und Birnendicksaft 78 % Zucker.
Olivenöl
Zwei Esslöffel Olivenöl vor dem Frühstück schützen
vor Arteriosklerose. Olivenöl und auch Rapsöl weisen zwar
ein günstiges Fettsäurenmuster auf und sollten daher in der
Küche bevorzugt eingesetzt werden. Doch so gesund Olivenöl
auch ist, es sollte dennoch nicht zusätzlich zur normalen Ernährung
aufgenommen werden. Empfehlungen, täglich einen Ess-löffel
davon pur zu schlucken, sind schlichtweg Unsinn.
Sinnvoll ist dagegen, Olivenöl oder Rapsöl im Austausch gegen
andere Öle und Fette (z. B. tierische Fette, Plattenfette, Maiskeim-
oder Sonnenblumenöl) mit eher ungünstigen gesundheitlichen
Auswirkungen bevor-zugt zu verwenden. Grundsätzlich gilt bei allen
Ölen und Fetten, dass diese auf Grund des hohen Energiegehaltes
nur sparsam verwendet werden sollten.
Peperoni sind gut für die Verdauung
Alle scharfen Speisen reizen die Magen- und Darmschleimhaut und können
auf Dauer zu Magen- und Darmbeschwerden führen.
Pflanzenfresser Mensch
Pflanzenfresser brauchen einen langen Darm und viel Energie, um die
teilweise schwer verdauliche Kost aufzuschließen und überhaupt
nutzen zu können. Fleischfressern reicht dagegen ein wesentlich
kürzerer Darm. Menschen haben sich im Laufe der Evolution zum Allesfresser
entwickelt. Unsere Darmlänge liegt zwischen dem eines reinen Pflanzen-
und dem eines reinen Fleischfressers.
Außerdem haben wir das Kochen erfunden: dadurch wird quasi ein
Teil der Verdauung ausgelagert und die Nahrung ist leichter bekömmlich
- vor allem die pflanzliche. Außerdem deutet unser Gebiss mit
Mahl- und Eckzähnen darauf hin, dass der Mensch sowohl auf den
Verzehr pflanzlicher als auch tierischer Nahrung eingestellt ist.
Pflaumen sind gut für die Verdauung
Sie fördern zwar bei einigen Menschen die Verdauung, verursachen
aber bei vielen anderen Menschen unangenehme Blähungen.
Aufgewärmte Pilze sind giftig
Speisepilze müssen immer sehr frisch verarbeitet werden, denn verdorbene
Pilze können tatsächlich zu gefährlichen Vergiftungen
führen.
Waldpilze sind anfälliger für Fäulnis als Zuchtpilze,
beide sollte man vor dem Zubereiten genau untersuchen.
Frische Pilzgerichte halten sich aber im Kühlschrank einen ganzen
Tag lang und können bei mindestens 70 Grad risikolos wieder aufgewärmt
werden. Dies gilt nicht für Dosenpilze, die während der Verarbeitung
hinreichend hoch und lange erhitzt wurden.
Probiotische Joghurts sind gesünder als normale Joghurts
Sie unterstützen vielleicht die Darmflora etwas mehr, vor allem
wenn immer der gleiche Jo-ghurt mit den gleichen Bakterienstämme
gegessen wird. Dazu fehlen aber entscheidende wissenschaftliche Studien,
insbesondere die Menge der in dem Joghurt enthaltenen Bakterien scheint
nach derzeitigem Stand der Wissenschaft völlig unzureichend für
irgendeine Wirkung.
Ein Teil der zugeführten lebenden Bakterienkulturen werden von
der Magen-säure abgetötet. Probiotische Joghurts bauen den
Darm nach einer Antibiotikatherapie schneller auf und verbessern das
Immunsystem des Darms, aber sie schützen keinesfalls vor Erkältungen,
wie die Werbung oft behauptet. Eine Durchfallerkrankung könnte
mit dem Einsatz von Probiotika in therapeutischer Dosis ggf. um einen
Tag verkürzt werden.
Außerdem: Probiotische Joghurts müssen täglich gegessen
werden, um eine Wirkung zu zeigen. Normaler Joghurt ist genauso gesund
und viel preiswerter.
Rohes Gemüse ist gesünder als gekochtes.
Spinat, Brokkoli und Möhren sind gekocht leichter verdaulich als
die entsprechende Rohware
Manche Lebensmittel (z.B. Kartoffeln, Bohnen,
Linsen) sind so gar weitgehend unverdaulich. Das Kochen macht die Zellwände
weich und durchlässig, so dass der Körper die Nährstoffe
leichter aufnehmen kann.
Da auch ein kleiner Teil der Nährstoffe ins Kochwasser entweicht,
sollte man Gemüse immer nur kurz und nur mit wenig Wasser blanchieren.
Anstatt den Gemüsesud wegzuschütten, kann man ihn anschließend
noch als Saucenfond verwenden.
Salate, Karotten, Tomaten, Paprika und viele andere Gemüse müssen
dagegen nicht erhitzt werden und liefern als Rohkost besonders viele
Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe.
Rohkost macht schlank
Eine an der Universität Gießen durchgeführte Studie
hat gezeigt, dass 30 Prozent der Roh-köstler Untergewicht hatten.
Da sie auf Kartoffeln, Reis oder Nudeln und auf erhitzte Lebensmittel
generell verzichten, müssen sie sehr viel Obst und Gemüse
essen.
Das sind Lebensmittel mit einer geringen Energie- und gleichzeitig hoher
Nährstoffdichte. Dadurch stellt sich ein gutes Sättigungsgefühl,
ohne dass es zu einer überhöhten Kalorienaufnahme kommt.
Also: Rohkost vor der Mahlzeit gegessen eignet sich hervorragend zum
Abnehmen!
Rohmilch-Käse wird aus Rohmilch gemacht
Die Franzosen pasteurisieren die Milch für den Käse nicht,
aber sie erhitzen sie zumindest leicht, damit möglicherweise in
der Milch enthaltene gefährliche Bakterien (z.B. Listerien) abgetötet
werden.
Ein Glas Rotwein am Tag verlängert das
Leben
Das Resveratrol im Rotwein soll die Entstehung einer Arteriosklerose
verlangsamen. Aber mehr als 1/4 Liter Wein belastet bereits die Leber
und das Gehirn.
Der Mythos vom langen und gesunden Leben speziell durch Rotweinkonsum
ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Tatsächlich gibt es nur wenige
epidemiologische Studien, die hinsichtlich der biologischen Wirkungen
zwischen rotem und weißem Wein unterscheiden.
So geht moderater Wein-konsum generell mit einer Senkung des Risikos
für Herz-Kreislauferkrankungen einher. Damit wird der weit verbreitete
Glauben in Frage gestellt, dass gesundheitlich förderliche Wirkungen
nur dem Rotwein zuzuschreiben seien. Offensichtlich gehen von Weißwein
vergleichbar günstige präventive Wirkungen aus.
Angemachter Salat wird schlecht
Warum wird Salat so schnell schlecht, wenn er mit Salz und anderen Gewürzen
angemacht wurde?
Der Salat wird eigentlich nicht schlecht, er wird nur weich. Osmose
zieht das Wasser aus dem Blättern. Fehlender Innendruck macht die
Blätter weich. Essen kann man sie nach wie vor.
Salz fördert den hohen Blutdruck
Nur salzempfindliche Personen reagieren auf eine erhöhte Kochsalzaufnahme
mit einer Blutdrucksteigerung. Für ältere Menschen kann es
sogar gefährlich sein aus Angst vor Bluthochdruck und seinen Folgen
salzlos zu essen. Sie werden depressiv und sind geistig weniger fit.
Sauerstoff-Wasser ist ein Power-Elixier
Sauerstoffangereichertes Wasser ist laut Werbung für Vieles gut.
Ernährungsexperten dagegen halten Sauerstoff-Wasser für reine
Geldverschwendung.
Unsere Lunge hat eine große Überkapazität um uns mit
lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen. Dazu brauchen wir unseren
Darm nun beileibe nicht.
Schlank durch bestimmte Lebensmittel
Ananas, Grapefruits, Papayas, Brokkoli, Apfelessig oder Pu-Ehr-Tee:
Jedes Jahr kommt ein anderer findiger Geschäftsmann auf die Idee,
Lebensmittel als wahre Fettverbrenner anzupreisen.
Oft werden angebliche wissenschaftliche Test als Beweis für die
Wirksamkeit herangezogen. Dazu kommt die Tatsache, dass die angeblichen
Schlankmacher-Enzyme aus Ananas, Kiwi oder Papaya gar nicht im Fettgewebe
wirken können: Wie alle Eiweiße spalten Säure und Verdauungsenzyme
die angeblichen Fatburner-Stoffe schon im Magen auf.
Fakt ist jedoch, dass es bisher keinen Nachweis dafür gibt, dass
bestimmte Lebensmittel den Fettabbau beschleunigen. So erbarmungslos
es klingt, aber Fettreserven schmelzen nur, wenn wir mehr Energie verbrauchen
als aufnehmen.
Schlankheitsmittel machen schlank
Um abzunehmen sind Schlankheitsmittel sehr beliebt. Ganz oben auf der
Liste stehen dabei sogenannte Fatburner, gefolgt von Appetitzüglern,
Quell- und Entwässerungsmitteln sowie Abführmitteln. Diese
werden mehr und mehr auch über das Internet angeboten.
Statt dauerhaft das Gewicht zu reduzieren, gefährden viele Schlankheitsmittel
aus dem Internet die Gesundheit der Benutzer. Das zeigt eine Untersuchung
der Stiftung Warentest. Viele Menschen, die abnehmen wollen, zahlen
viel Geld und setzen große Hoffnung auf diese Mittel.
Im Rahmen der Untersuchung von Warentest berichteten viele Nutzer derartiger
Präparate über erheblichen Nebenwirkungen. Nutzer können
nach Einnahme der Mittel unter Schlaflosigkeit leiden, Herzrasen und
innere Unruhe bekommen. Weitere Nebenwirkungen sind Schweißausbrüche,
Niedergeschlagenheit, aber auch Zittern und Kreislaufprobleme. Viele
Nutzer fühlten sich durch diese Wirkungen so sehr beeinträchtigt,
dass sie die Mittel absetzen. Aus Italien und den USA sind auch Todesfälle
bekannt geworden.
Fazit: Ohne eine dauerhafte Umstellung der Lebensgewohnheiten,
mehr Sport und einer gesünderen Ernährung wird allenfalls
eine kurzfristige Gewichtsabnahme erreicht. Wunder sollte sich daher
niemand von Schlankheitspillen erwarten. Sie bergen zudem oft erhebliche
Nebenwirkungen, die die Gesundheit nachhaltig schädigen können.
Schnaps wärmt bei Kälte
Das altbekannte Hausmittel, sich, ein "Schnäpschen" zu
genehmigen, wenn man vor Kälte zitterte, weil das so schön
von innen wärmt, ist keinesfalls empfehlenswert!
Zwar erzeugt der Alkohol anfänglich tatsächlich ein angenehmes
Wärmegefühl, weil er die Blutgefäße erweitert,
so dass mehr warmes Blut hindurch fließen kann. Danach aber dreht
sich der Effekt ins Gegenteil um: Über die besser durchblutete
Haut wird nun aber erheblich mehr Wärme abgegeben als dass bei
verengten Gefäßen der Fall gewesen wäre. Die Folge:
Der Körper friert immer stärker, ohne dass das dem Betroffenen
bewusst wird.
Schokolade macht süchtig
Sie sehen Schokolade und können sich kaum beherrschen? Die Ausrede
mit der Sucht zählt von nun an nicht mehr.
Heißhunger auf Schokolade ist keine körperlich bedingte Sucht,
sondern hängt eher damit zusammen, dass viele Menschen von klein
auf damit getröstet oder belohnt wurden.
Psychoaktive Stoffe wie Koffein oder Theobromin sind in Schokolade nur
in minimalen Dosen enthalten. Die reichlich enthaltene, nicht abhängig
machende Kombination aus Zucker und Fett dagegen kennen viele Menschen
bereits aus der Kindheit als Beloh-nung, Liebesbeweis oder Wundermittel
gegen miese Laune. Diese Sichtweise kann man sich an- und genauso auch
wieder abgewöhnen.
Um eine angefangene Schokolade nicht ganz aufessen zu müssen, ist
es hilfreich, den Mund nach dem Essen eines Schokoladenriegels auszuspülen.
Denn beim Zergehenlassen der Schokolade im Mund wird zunächst der
Zucker gelöst und der angenehme süße Geschmack lässt
allmählich nach. Zurück bleibt häufig ein unangenehmer
Nachgeschmack, der durch die auf der Zunge noch längere Zeit verbleibenden
Bitterstoffe der Schokolade ausgelöst wird. Durch Essen eines weiteren
Schokoladenstücks wird das angenehme Mund-gefühl wieder erreicht
... und so weiter ... bis zum letzten Schokoladenstück.
Schokolade und fettreiche Nahrung verursachen
Pickel und Akne
Akne (Acne vulgaris) ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen.
Bei Akne wird in den Talgdrüsen der Haut vermehrt Talg produziert,
wobei das Sekret verändert zusammengesetzt ist. Darüber hinaus
sind häufig die Ausführungsgänge der Talgdrüsen
verstopft, so dass der Talg nicht austreten kann. Die Folge sind Mitesser
und Pickel, die sich entzünden und Narben hinterlassen können.
Die Ursachen für Akne sind vielfältig. Voraussetzung ist eine
genetische Veranlagung. Gerade in der Pubertät entwickelt sich
eine Akne aufgrund der hormonellen Umstellung.
Immer wieder werden einzelne Lebensmittel wie Schweinefleisch, Wurst,
Vollmilch, fetter Käse, Nüsse, Süßigkeiten, Schokolade,
Gebäck, Torten, Seefisch und Schalentiere, jodiertes Speisesalz,
scharfe Gewürze, Kaffee und Alkohol als Mitverursacher der Akne
genannt.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
ist kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Verzehr einzelner Lebensmittel
und der Entstehung von Akne fest-gestellt worden.
Auch Jodsalz wird immer wieder als Auslöser für Akne genannt.
Laut DGE ist dieser Vorwurf nicht berechtigt, da die Jodmenge, die durch
Jodsalz und damit hergestellte Produkte aufgenommen wird, nicht ausreicht,
um eine Jodakne auszulösen.
Die Akne ist weder Symptom einer Allergie noch Symptom einer Nahrungsmittel-Intoleranz.B
ei Akne steht die ärztliche Behandlung und nicht die Ernährung
im Vordergrund. Bei un-reiner Haut dagegen kann eine abwechslungsreiche
und vollwertige Ernährung unter-stützend als "Hautpflege
von innen" wirken. Von strengen Diätvorschriften ist in jedem
Falle abzuraten.
Schwangere müssen für zwei essen
Während der Schwangerschaft müssen Frauen entgegen der verbreiteten
Meinung nicht "für zwei" essen. Isst eine Frau während
der Schwangerschaft allerdings tatsächlich doppelt so viel wie
sonst, tut sie sich und dem Kind keinen Gefallen.
Eine zu starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erhöht das
Risiko für Schwangerschaftskomplikationen ganz erheblich. Eine
Zunahme von 10-12 kg gilt als normal.
Grundsätzlich hängt die Zunahme aber von dem Gewicht vor der
Schwangerschaft ab. Handelt es sich eher um eine untergewichtige oder
an der unteren Grenze der Norm gewichtige Frau, dann darf auch etwas
mehr als 12 kg zugenommen werden. Im Gegensatz dazu sollten übergewichtige
Frauen möglichst darunter bleiben.
Der Mehrbedarf an Energie hängt immer von der Größe
und vom Gewicht der werdenden Mutter ab und beträgt oft weniger
als zehn Prozent. Im Schnitt liegt der Mehrbedarf somit bei etwa 250
Kalorien am Tag. Dieser Mehrbedarf lässt sich alleine mit einem
Glas Orangensaft, einer Scheibe Vollkornbrot mit magerem Käse oder
mit einem halben Liter fettarmer Milch abdecken.
Wichtig ist allerdings, dass während der Schwangerschaft und in
der Stillzeit ausreichend lebenswichtige Mineralstoffe und Vitamine
mit der Nahrung auf-genommen werden. Der Bedarf an Folsäure und
Eisen kann tatsächlich auf das doppelte erhöht sein.
Sekt bleibt mit Löffel länger frisch
Der Löffel im Flaschenhals soll verhindern, dass die Kohlensäure
aus dem Sekt über Nacht verschwindet und er deshalb länger
genießbar bleibt. In Studien wurde dies Phänomen in aufwändigen
Tests untersucht. Viele vermuteten, dass die gute Wärmeleitfähigkeit
des Löffels die Luft in der Flasche nach dem Ausschenken schneller
wieder abkühlt. Und eine kühlere Situation sorgt dafür,
dass weniger Kohlensäure aus dem Sekt und der Flasche entweicht.
Somit bliebe der Sekt länger genießbar. Soweit die Theorie.
Aber die Ergebnisse waren auch für Sektfreunde ernüchternd,
denn der Löffel ist eine Schnapsidee und beeindruckt den Sekt überhaupt
nicht. Mal hat der Nachweis im Experiment ein bisschen geklappt, mal
gar nicht. Die Löffelgeschichte ist also ein Mythos. Es gibt aber
einen ganz anderen, völlig überraschenden Tipp, damit Ihr
Sekt frisch bleibt... Korken drin lassen!
Spinat enthält viel Eisen
Ganze Generationen haben als Kind tapfer Spinat heruntergewürgt
– vergebens, wie sich inzwischen herausstellte. Als Ursache für
den Mythos vom eisenreichen Spinat werden ein Tippfehler oder eine Messung
an getrockneten Blättern vermutet. Jedenfalls enthalten 100 g frischer
Spinat nicht die vermeintlichen 34 mg Eisen, sondern nur unspektakuläre
3,4 mg.
Sportler brauchen Vitaminpräparate
Hochleistungssportler und auch viele Freizeitsportler greifen auf Nahrungsergänzungsmittel
zurück, um ihre Leistungen zu verbessern. Dabei konnte in gut kontrollierten
Studien durch eine bedarfsüberschreitende Vitaminzufuhr nie ein
messbarer Erfolg erzielt werde.
Da Sportler einen höheren Energiebedarf haben und entsprechend
mehr nährstoffhaltige Lebensmittel essen, ist die Vitaminzufuhr
von Sportler bei einer normalen, abwechselungsreichen Kost grundsätzlich
höher und deckt in der Regel einen z.B. durch die größere
Muskelmasse bedingten höheren Vitaminbedarf. Die zusätzliche
Vitaminaufnahme von Sportlern führt in erster Linie dazu, dass
die Abwässer aus Sportanlagen mit Vitaminen besonders belastet
sind.
Süßstoffe provozieren Heißhunger
auf Süßigkeiten
Das Argument, dass dieser Zuckerersatz den Appetit zusätzlich anregt
und zu Heißhunger-attacken führt konnte wissenschaftlich
nicht belegt werden.
Vermutlich basiert diese Vorstellung auf der Tatsache, dass Süßstoffe
Verwendung in der Schweinemast finden. Süßstoffe fungieren
hier allerdings als Geschmacksverbesserer des wenig geschmackvollen
Schweinefutters. Die Schweine fressen mehr von diesem mit Süßstoff
versetzten Futter, weil es ihnen besser schmeckt, nicht weil sie Heißhungerattacken
bekommen!
Süßstoffe bieten aus ernährungsphysiologischer Sicht
einige Vorteile: Sie sind kalorienfrei und wirken nicht kariogen. Gerade
mit dem Konsum von Light-Getränken auf Süßstoffbasis
können im Alltag viele Kalorien eingespart werden!
Toastbrot schmeckt besser
Schmeckt Toastbrot tatsächlich besser als Brot?
Im Brot enthaltener Zucker und Fett karamellisieren beim Toasten direkt
an der Oberfläche der Scheibe, was den Toast leckerer macht, ohne
dass er aufdringlich süß schmeckt. Der Ballaststoff- und
Nährstoffgehalt ist aber im Vergleich zu einer Scheibe eines herzhaften
Vollkornbrots deutlich geringer, der Zucker und Fettgehalt höher.
Und: von einer Scheibe Toastbrot wird man nicht satt!!
Trennkost ist leichter verdaulich als Mischkost
Die Annahme, der Mensch könne Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße
nicht gleichzeitig ver-dauen, wurde bisher nicht wissenschaftlich bewiesen.
Der Mensch ist ein „Allesfresser“ und stellt seine Mahlzeiten
in so gut wie allen Kulturen als Mischkost zusammen.
Trinke nach Obst kein Wasser, sonst verdirbst
du dir den Magen oder bekommst „Würmer in den Bauch“
Wer hat das noch nicht von besorgten Eltern zu hören bekommen!
Magenprobleme entstehen durch Gärungsprozesse in Magen und Darm.
Dafür müssen aber unbedingt Hefen oder Bakterien vorhanden
sein. Diese können mit dem Obst durchaus in den Magen gelangen,
werden dort aber normaler Weise von der reichlich vorhandenen Magensäure
rasch abgetötet und unschädlich gemacht.
Die Regel, nach Obst grundsätzlich nichts zu trinken, stammt wohl
noch aus einer Zeit, in der das Wasser nicht die heutige Qualität
hatte und zahl-reiche Keime enthielt (z.B. gärungsfördernde
Hefepilze) welche die am Obst haftenden Kleinstlebewesen bei ihrer unheilvollen
Tätigkeit noch unterstützten.
Beim Essen etwas zu trinken beugt einem
Flüssigkeitsmangel vor
Das Getränk zum Essen füllt außerdem bereits einen Teil
des Magens, so dass man sich schneller satt fühlt. Gerade beim
Maßhalten und Abnehmen kann dieser Nebeneffekt sehr hilfreich
sein.
Übergewicht und Fettsucht (Adipositas)
wird nur durch Bewegungsmangel und sitzenden Lebensstil verursacht
Diese vor allem von Teilen der Lebensmittelindustrie verbreitete These
ist ohne wissenschaftliche Grundlage.Eine positive Energiebilanz, d.h.
es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, führt dazu,
dass neue Fettzellen gebildet und diese mit Fett ge-füllt werden.
Besonders energiedichte Lebensmitteln (Lebensmittel mit vielen Kalorien/100
g) tragen zur Überernährung bei. Zucker- und fettreiche Lebensmittel
sind besonders ungünstig. Kalorienreiche XXL-Fast-Food-Portionen
und Knabbereien, Kuchen, Süßigkeiten und Gebäck, fettreiche
Bratwürste und Pizzen, Best-value-Menues, Außerhaus-Verzehr,
zuckerreiche oder alkoholhaltige Getränke liefern mehr Kalorien
als der körperlich wenig aktive Sitz- und Stehberufler heutzutage
verbraucht.
Außerdem führt besondere Schmackhaftigkeit von Lebensmittels
zu einer Verschiebung der Hunger-Sättigungs-Regulation noch oben.
Verdauungsschnaps
Es geht nichts über einen Verdauungsschnaps.
Viele trinken nach einer schweren Mahlzeit einen klaren Schnaps. Der
soll angeblich die Verdauung anregen. Doch ob er dazu in der Lage ist,
ist mehr als zweifelhaft!
Der Schnaps vertreibt zwar das lästige Völlegefühl direkt
nach der Mahlzeit, da er zunächst die Produktion von Magensäure
fördert und die Magenentleerung beschleunigt. Diese angenehme Empfin-dung
wird jedoch mit dem Nachteil erkauft, dass das Fett nicht schneller,
sondern langsamer verstoffwechselt wird, da der Organismus sich zunächst
einmal mit dem Abbau des Alkohols beschäftigen muss. Und außerdem
enthält der Alkohol dann noch mal Kalorien
.
Vitamin C hilft bei Erkältungen
Der Chemiker Linus Pauling (1901–1994) publizierte 1970 das Buch
„Vitamin C and the common cold“. Diese Veröffentlichung
wird für den weit verbreiteten Irrglauben verantwort-lich gemacht,
hohe Dosen von Vitamin C könnten Erkältungen vorbeugen und
die Symptome einer bereits vorhandenen Erkrankung lindern. Obwohl es
bis heute keine wissenschaftlich begründete Indikation zur Einnahme
pharmakologischer Dosen von Vitamin C gibt, hat PAULINGS Prestige dazu
geführt, dass sich der Verkauf von Vitamin C allein in den USA
auf hunderte Millionen Dollar beläuft.
Der australische Mediziner Robert Douglas und sein finnischer Kollege
Harri Hemilä kom-men nach der Analyse von 23 Studien aus den vergangenen
65 Jahren zu dem Ergebnis, dass Erkältungen nicht durch die regelmäßige
Einnahme von Vitamin C verhindert werden.
"Die regelmäßige Einnahme von Vitamin C hat keine schützende
Wirkung gegen Er-kältungen und keinerlei beziehungsweise nur geringe
Auswirkungen auf den Verlauf einer Erkältung", erklärten
die Experten. Bei jenen Patienten, die trotz täglicher Einnahme
von Vitamin C dennoch eine Erkältung bekamen, dauerte die Erkältung
allerdings geringfügig kürzer als bei der Kontrollgruppe.
Nur in den sechs Studien, in denen die Probanden starken körperlichen
Anstrengungen oder extremer Kälte ausgesetzt waren, zeigte sich
ein Schutzeffekt durch das Vitamin: Bei Marathonläufern, Soldaten
und Skifahrern traten nach der Vitamineinnahme etwa 50 Prozent weniger
Erkältungen auf als in der jeweiligen Placebo-Gruppe.
„Der Nutzen der weit verbreiteten Praxis, Vitamin C zur Vorbeugung
einzunehmen, sei daher sehr fragwürdig“, resümieren
die Forscher. Die nachgewiesenen Effekte unter extremen Bedingungen
und die geringfügige Verkürzung der Krankheitsdauer sollten
in weiteren Studien genauer untersucht werden, um die biochemischen
Mechanismen aufzuklären.
Übrigens - die von der Deutschen Gesellschaft empfohlene Zufuhr
an Vitamin C von 100 mg kann problemlos mit Obst, Gemüse und Kartoffeln,
wenn diese sachgerecht gelagert und zubereitet werden, erreicht werden.
Vitamine kann man nicht genug bekommen
Stimmt nicht, sagen Ernährungswissenschaftler und Mediziner
heute.
Wir brauchen zwar für einen normalen Stoffwechsel und zum Schutz
Vitamine in bestimmten Mengen. Überschreitet aber die Vitaminzufuhr
den normale Vitaminbedarf, dann sind in den meisten Fällen keine
weiteren positiven Wirkungen auf die Gesundheit zu erwarten. Daher ist
das Prinzip viel hilft viel, hier fehl am Platz.
Überdosierungen können sogar die Gesundheit schädigen,
so zum Beispiel ß-Carotin und Vitamin B6. Auch bei den fettlöslichen
Vitaminen A, D und E kann eine Überdosierung auf lange Sicht unerwünschte
Nebenwirkungen haben. Und selbst richtig dosiert ist der Nutzen dieser
Präparate bei einer abwechselungsreichen Ernährung gering.
Denn eine ungesunde, fett- und zuckerreiche Ernährung wird durch
die zusätzliche Einnahme eines Vitaminpräparats noch lange
nicht zu einer gesunden Ernährung.
Vollmilch enthält mehr Protein und Calcium als
entrahmte Milch
Der Gehalt an Eiweiß und Calcium in der Milch ist nicht abhängig
von deren Fettgehalt! Auch Milch mit einem sehr geringen Fettgehalt
enthält genauso viel Eiweiß und Calcium wie die fettreicheren
Varianten. Bevorzugen Sie also fettarme Milch und Milchprodukte um Ihre
Calciumzufuhr sicherzustellen.
Ein Blick auf die Nährstofftabelle verdeutlicht diese Aspekte:
Vollmilch (3,5% Fett) |
entrahmte Milch (0,3% Fett) |
|
| Energiegehalt (kcal/100g) | 64 | 35 |
| Eiweißgehalt (g/100g) | 3,3 | 3,5 |
| Calciumgehalt (mg/100g) | 120 | 123 |
Magermilch ist auf Grund des geringen Gehaltes an Vitamin A und D für
Kinder dagegen ungeeignet.
Eine warme Mahlzeit täglich muss sein
Für diese Behauptung gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Zwar
gibt es Lebensmittel, die ohne Erhitzen gar nicht genießbar wären,
wie zum Beispiel Kartoffeln oder grüne Bohnen. Und Fleisch, Geflügel
und Eier sollten aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht roh
verspeist werden.
Ob andere Lebensmittel aber in warmem oder kaltem Zustand gegessen werden,
spielt keine Rolle, denn im Magen kühlt das Essen ohnehin wieder
auf Körpertemperatur ab.
Bevor der Mensch das Feuer erfunden hat, hat er sich auch ohne warme
Mahlzeit ernährt. Da wir viele Lebensmittel aber nur warm essen,
bedeutet der Verzicht auf warme Speisen eine erhebliche Einschränkung
des Nahrungsmittelspektrums.
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist ohne warme Mahlzeit kaum
zu gewährleisten. Aber, mehr als eine warme Mahlzeit am Tag muss
auch nicht ein, da in unserer herkömmlichen Zubereitungsweise warme
Mahlzeiten oft kalorienreicher sind als kalte.
Wasser auf Kirschen macht Bauchschmerzen
Entscheidend ist auch bei dieser Kombination die Menge, denn mit den
Früchten isst man auch die auf der Schale sitzenden Hefekeime.
Bauchschmerzen bekommt man allerdings nur bei mehr als einem Kilo Kirschen.
Im Magen löst die ungewöhnlich hohe Konzentration von Hefekeimen
einen Gärungsprozess aus, der durch Wasser noch beschleunigt würde.
Bei normalen Portionen ist ein Glas Wasser jedoch kein Problem.
Weiße Schokolade hat mehr Milch als dunkle
Die Schokoladenfarbe hat nichts mit dem Anteil der Milch zu tun. Weiße
Schokolade enthält 17,5% Milchbestandteile, Vollmilchschokolade
sogar ein halbes Prozent mehr. Die schöne braune Farbe der normalen
Schokolade stammt schlicht und ergreifend vom Kakaopulver.
Selbstverständlich enthält auch weiße Schokolade Kakao,
aber nicht braunes Kakaopulver, sondern nur die hellgelbe Kakaobutter.
Dunkle Schokolade erfährt derzeit einen Mega-Trend. Viele Menschen
meinen, dunkle Schokolade sei Gesünder, weil zuckerärmer.
Unsere Meinung: Schokolade ist Schokolade ist Schokolade!
Weißmehl ist ungesund
Eine Aussage, die nur bedingt stimmt.
Weißes Mehl hat lediglich weniger Vitamine, Mineralstoffe und
Spurenelemente. Weißmehl liefert schnell Energie, ist aber keinesfalls
ungesund. In einer abwechselungsreichen, gemischten Kost ist auch die
eine oder andere Scheibe Weißmehlbrot nicht mit Nachteilen verbunden
Wenig essen macht schlank
Das allein bringt keinen Erfolg. Man muss parallel auch immer Sport
treiben. Ohne Bewegung geht nichts, kann die Fettverbrennung nicht anlaufen.
Und wenn jemand wenig isst, wertet der Körper das Wenige besser
aus.
Zucker ein Vitaminräuber
Tatsache ist, dass Vitamin B1 als Coenzym für den Abbau der Glukose
benötigt wird. Es wird hierbei jedoch nicht verbraucht, da es lediglich
Stoffwechselreaktionen ankurbelt (Katalysator). Zucker und andere Kohlenhydrate
können deshalb nicht als "Vitaminräuber" bezeichnet
werden.
Fakt ist aber auch, dass Zucker und viele Süßigkeiten, ebenso
wie Weißmehlerzeugnisse, kein oder nur wenig Vitamin B1 enthalten.
Andere kohlenhydratreiche Lebensmittel enthalten das Vitamin hingegen
reichlich. Dazu gehören besonders Vollkornerzeugnisse, Kartoffeln
und Hülsenfrüchte.
Entscheidend ist somit die Lebensmittelwahl: Wenn viel Vollkornbrot
und -erzeugnisse, Kartoffeln u.ä. gegessen werden, dann sind moderate
Mengen Süßes im Hinblick auf die Vitamin B1 Versorgung kein
Problem.
Zucker ist Nervennahrung
Heute weiß man, dass Zucker zwar ein schneller Energielieferant
ist, Süßigkeiten im Übermaß aber den Stoffwechsel
und die Bauchspeicheldrüse belasten und der Blutzuckerspiegel schnell
wieder absinkt.
Ein Vollkornbrot oder ein Apfel als Pausenverpflegung in der Schule
sind besser als die von der Werbung angepriesenen Schokoladenriegel.
Zu viel Süßes kann schädlich sein, nicht nur fürs
Gewicht und für die Zähne, denn häufig verdrängt
es nährstoff- und ballaststoffreiche Lebensmittel vom Speiseplan.
Die Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, rohem Gemüse oder Obst
gelangen langsamer, aber dafür stetig ins Blut. Der daraus resultierende
konstante Blutzuckerspiegel ist gut für die Nerven und die Konzentration.
Zudem liefern Obst & Co. keine leeren Kalorien, sondern zusätzlich
zur Süße noch Vitamine und Nährstoffe.
Zucker ist nicht die Ursache für Karies
Häufiger und hoher Zuckerkonsum steigert das Kariesrisiko ganz
erheblich! Wenn dann noch eine schlechte Zahnhygiene hinzukommt, sind
die Löcher in den Zähnen vorprogrammiert.
Seit Jahren versucht die Zuckerlobby von der wahren Bedeutung des Zuckerverzehrs
abzulenken und das Augenmerk auf andere mögliche Ursachen, wie
die Fruchtsäuren in Obst, Säften und Limonaden oder auf andere
Kohlenhydrate (z.B. Stärke) zu lenken. Hier wird offenbar gezielt
die Strategie der Widersprüchlichkeit genutzt, um Verbraucher/innen
von einer Ernährungsumstellung abzuhalten.
© Department Sport & Gesundheit der Universität Paderborn | Impressum
Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Projekt
wurde mit Mitteln des
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und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert.


